Irgendwie ist es unwirklich, 13, verflixte 13 Jahre lang Mama.

Und jetzt sitze ich hier und versuche mich zu erinnern, wie ich so war, damals.

Im Gegensatz zu mir, zieht der große Futzie nicht so viel um die Häuser wie ich, aber er ist genauso emotional geladen. Zum Glück erinnere ich mich noch gut daran. Wie oft ich heulend hinter meiner laut zugeschmissenen Zimmertüre gesessen habe, unverstanden und wie ich dachte ungeliebt.

Diese Erinnerung hilft mir jetzt, ihn besser zu verstehen. Ihn nicht alleine in seinem Zimmer zu lassen, wenn die Emotionen grade mal wieder übergekocht sind. OK, ein paar Minuten zum ausheulen und abregen sind manchmal ganz gut. Aber dann schwenkt es doch schnell um, in dieses Gefühl, dass Mama bitte zur Tür reinkommt und mich in die Arme nimmt, ohne Fragen zu stellen und einfach sagt: „Ich hab dich lieb!“

Und wenn ich in 13 Jahren Mama sein etwas gelernt habe, dann, dass man nie genug Liebe in seine Kinder kippen kann. Dann hält die Mama-Sohn-Beziehung auch mal eine heftige Auseinandersetzung aus. Denn das Band zwischen uns ist so dick, dass auch keine zugeknallte Tür es zerreißen kann.

 

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